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«Nun haben wir die finanzielle Repression»

Russell Napier, unabhängiger Marktstratege, warnt vor steigender Inflation. Die Notenbanken hätten die Kontrolle über den Geldschöpfungsprozess verloren.

Desaströs und gefährlich. So beurteilt der Anlagestratege Russell Napier die Politik der Europäischen Zentralbank. Die Ankündigung, die Anleihenrenditen unter der Inflationsrate zu halten, sei ein offenes Bekenntnis zur Finanzrepression. Doch obwohl Napier Mitte der Nullerjahre mit dem Buch «Anatomy of the Bear» internationale Bekanntheit erlangte und regelmässig vor Deflation warnte, ist er kein Perma-Bär mit Hang zum Pessimismus. Auch gegenwärtig findet er Aktien keine schlechte ­Anlage. Damit sei man gegen mehr Inflation besser gewappnet als mit Anleihen.

Herr Napier, welches sind aus makro­ökonomischer Sicht die schwer­wiegendsten Folgen der Pandemie?
Die Rückkehr der Inflation nach Jahren der Deflationsgefahr. Die breit gefasste Geldmenge in den OECD-Ländern wächst so schnell wie seit Dekaden nicht mehr. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Christoph Kanther 17.03.2021 - 11:46
Meiner Meinung nach unterliegt Herr Napier bei der Beantwortung der Frage :”Was heizt neben den staatlichen Kreditgarantien die Inflation an?” – einem FOLGENSCHWEREN IRRTUM: Unter dem Corona-Notprogramm gelangt das Geld EBEN NICHT an KMU und Privatpersonen! Die Banken sind seit der Finanzkrise so stark unter Druck, dass sie NUR NOCH HOHEN UND MITTLEREN EINKOMMEN Kredite mit hohen Zinsen einräumen wollen… Weiterlesen »
Christoph Saetteli 17.03.2021 - 21:37

Chinas Schuldenquote ist zwar hoch, sie ist jedoch gedeckt durch lokale und globale Infrastrukturinvestitionen, die für China einen return on investment auf wirtschaftlicher und auch politischer Ebene abwerfen.