Märkte / Anleihen

Nun machen Notenbanken Ernst mit dem Ausstieg

Noch vor dem Jahreswechsel haben die wichtigsten Notenbanken die Weichen gestellt, um die ultraexpansive Geldpolitik zu normalisieren.

Die Zinswende wird Realität. Kurz vor dem Jahresende haben die wichtigsten Notenbanken das heikle Manöver eingeleitet. Damit wird 2022 zum Jahr der Bewährung. Nach fast zehn Jahren, in denen die Geldversorgung ultraexpansiv ausgerichtet war, werden fast alle Industrieländer die Liquiditätsversorgung zurückfahren. Vielerorts stehen Leitzinserhöhungen an.

In den USA fällt der Schwenk besonders deutlich aus. Der Offenmarktausschuss des Federal Reserve hat beschlossen, rasch aus der quantitativen Lockerung (QE) auszusteigen. Die Anleihenkäufe, mit denen es die Marktzinsen niedrig hält und Geld schöpft, sollen im März enden und nicht erst im Juni wie zuvor angepeilt. Ausserdem hält das Fed es für erforderlich, nächstes Jahr den Leitzins drei Mal um je 0,25 Prozentpunkte (Pp) zu erhöhen. Noch im September konnten sich die Ausschussmitglieder nicht einmal darauf einigen, ob eine Erhöhung angebracht sei.

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