Märkte / Aktien

Nur Europas Aktienmarkt ist günstig

Gemessen am zyklisch adjustierten Kurs-Gewinn-Verhältnis sind Aktien in der Schweiz, den USA und den meisten Emerging Markets zu hoch bewertet.

Price is what you pay, value is what you get: Preis ist, was man bezahlt, Wert ist, was man dafür kriegt. Das Bonmot von Warren Buffett ist alt – und wahr. In der Welt des Investierens ist keine Anlage gut oder schlecht per se. Es kommt immer auf den bezahlten Preis an. Wer überteuert kauft, läuft Gefahr, einen permanenten Verlust auf seiner Investition zu erleiden. Eine sorgfältige Bewertungsanalyse ist daher unabdingbar.

Bloss, welche Methode eignet sich dafür am besten? Am Beispiel der Börsen im gegenwärtigen Umfeld zeigt sich das Dilemma dieser Frage: Verglichen mit Obligationen sind Aktien so attraktiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Auch die gängigste Version des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) zeigt weltweit attraktive Bewertungen an. Eine alternative Methode jedoch, das zyklisch adjustierte KGV (Cyclically Adjusted P/E, CAPE), liefert ein Warnsignal. Demnach sind derzeit nur europäische Aktien günstig, während der schweizerische und der amerikanische sowie nahezu alle aufstrebenden Märkte (Emerging Markets) zu teuer sind. Investoren tun gut daran, das Signal zu beachten. Es liefert zwar keine Leitplanken für die kurze Frist, aber mit einer langfristigen Perspektive ist es aktuell nicht opportun, im grossen Stil Aktien zu kaufen. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.