Märkte / Devisen

Nutzt die SNB die Gunst der Stunde?

Der Franken-Euro-Kurs kletterte auf über 1.22 Fr./€ und damit deutlich über den Mindestkurs von 1.20 Fr./€. Nun könnte die SNB beginnen, ihren hohen Fremdwährungsbestand abzubauen.

Der Franken-Euro-Kurs ist am Donnerstag und Freitag gestiegen, somit entstand ein Puffer zum Mindestkurs von 1.20 Fr./€. Das führt zur Vermutung, die Schweizerische Nationalbank nutze die Gunst der Stunde und verkaufe Euro, um Fremdwährungsreserven abzubauen.

Der Kurs erreichte am Freitagnachmittag 1.2201 Fr./€, das ist der höchste Stand seit Dezember 2011. «Am Devisenmarkt findet eine breite Erholung des Euros statt. Er steigt gegenüber Franken, Dollar, Yen, Pfund und Gold», erklärt Thomas Flury, Leiter Devisenstrategie der UBS. Ursache für die Erholung sei nicht unbedingt der Wunsch, neue Risiken einzugehen, ­sondern der Bedarf, Verkaufspositionen (Short) zu schliessen, die letztes Jahr aus Angst vor einem Zusammenbruch des Euros aufgebaut worden waren.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?