Unternehmen / Gesundheit

Obseva peilt Meilensteine an

Das Genfer Biotech-Unternehmen weitet in den ersten drei Monaten wegen laufenden Forschungsprojekte den Verlust aus.

(AWP) Das Genfer Biotechunternehmen Obseva (OBSV 8.68 -3.12%) ist wegen seiner zahlreichen laufenden Forschungsprojekte im ersten Quartal 2019 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Entsprechend sind die liquiden Mittel bis Ende März um rund 21 Mio. auf 117,3 Mio. $ zurückgegangen.

Das auf Frauenheilkunde und Reproduktionsmedizin spezialisierte Unternehmen hat in den ersten drei Monaten einen Verlust von 25,7 Mio. verbucht nach 19,8 Mio. im Vorjahreszeitraum. Dabei schlugen sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit 20,1 Mio. nieder, wie Obseva am Donnerstag mitteilte. Im ersten Quartal 2018 hatten sie noch bei 16,3 Mio. gelegen.

Beim Blick nach vorne legt Obseva den Fokus vor allem auf verschiedene Meilenstein-Ziele, die es erreichen will. So plant Obseva, im zweiten Quartal 2019 die Patientenrekrutierung in der IMPLANT 4-Studie für das Fruchtbarkeitsmittel Nolasiban abzuschliessen und im vierten Quartal 2019 darüber zu berichten, ob die Ziele erreicht wurden. Sollten die Ergebnisse gut ausfallen, plant das Unternehmen den Angaben zufolge Ende 2019 einen europäischen Zulassungsantrag (MAA) einzureichen.

Wie Obseva Anfang März anlässlich der Jahreszahlen im Gespräch mit AWP mitgeteilt hatte, will es Nolasiban in Europa und in den USA selber auf den Markt bringen. Um das Fruchtbarkeitsmittel auf den chinesischen Markt zu bringen, sind laut der Genfer Firma Partnerschaften notwendig. Die Markteinführung könnte bis Ende 2020 erfolgen.

Für den Produktkandidaten Linzagolix erwartet Obseva einerseits, die Patientenrekrutierung für die PRIMROSE 1-Studie abzuschliessen. Hier wird der Kandidat zur Behandlung des Uterusmyom eingesetzt, einem gutartigen Tumor.

Zusammen mit den Zahlen kündigte Obseva an, mit dem Kandidaten die Phase-III-Studien EDELWEISS 2 und 3 zur Behandlung von Endometriose in den USA, Kanada und Europa zu starten. Endometriose ist eine oft schmerzhafte chronische Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut.

Als weiteren Meilenstein hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, im zweiten Quartal erste Daten aus seiner Phase-IIa Studie PROLONG mit dem Kandidaten OBE022 vorzulegen. Er wird bei schwangeren Frauen eingesetzt, die bereits zuvor eine Standardtherapie zur Behandlung von Frühgeburten erhalten hatten.

Die komplette Historie zu Obseva finden Sie hier.»

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