In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Aktienkurs von OC Oerlikon zwar locker verdoppelt, doch im Vergleich zum breiteren Markt ist das nicht viel: Der SPI Extra stieg in dieser Zeit um 265% an. Auch im laufenden Jahr bekamen Oerlikon-Aktionäre eine im Vergleich zu anderen Schweizer Industrieunternehmen nur schwache Performance.

OC Oerlikon durchlebte in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Devestitionen: Besonders erwähnenswert sind das Ende des Ausflugs in die Halbleiter- und Solartechnologie, die Trennung von der Raumfahrtsparte und auch von Oerlikon Optics. Es verblieb nur noch der Kern des heutigen Unternehmens mit den zwei Hauptgeschäftsfeldern Chemiefaser-Produktionsmaschinen und Beschichtungstechnologie.

Wechselvolle Geschichte

Die Beschichtungstechnologie (Surface Solutions) wuchs 2014 massiv durch die Übernahme der Tochter Metco von Sulzer. Sie erzielte 2020 rund 1,2 Mrd. Fr. Jahresumsatz. Die Coronakrise führte zu einem Nachfragerückgang aus dem Automobilsektor und machte eine Restrukturierung notwendig. 2021 sind die Kunden aus den Branchen Automobilbau, Werkzeugbau und Industrie zurückgekehrt. Trotzdem dürften Lieferkettenunterbrechungen noch bis ins erste Halbjahr 2022 hinein für Verzögerungen und Projektverschiebungen sorgen.

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