Unternehmen / Industrie

OC Oerlikon wird langweiliger – zum Glück

Der Industriekonzern schliesst den Umbau der Textilsparte ab und bekommt 470 Mio. Fr. aus China. Das ist mehr als erwartet, aber viel weniger, als einmal möglich gewesen wäre.

OC Oerlikon hat den Verkauf des Naturfasergeschäfts abgeschlossen. Die chinesische Jinsheng Group ist nun der Besitzer. Nach Steuern und Transaktionskosten bleibt ein Nettomittelzufluss von rund 470 Mio. Fr. – viel weniger, als einmal dringelegen wäre. Die verbliebenen Teile der Textilsparte bekommen einen neuen Chef. Der Abschluss des Geschäfts war erwartet worden. Analysten reagierten positiv.

Die Vereinbarung zur Veräusserung der Geschäftseinheiten Natural Fibers und Textile Components hat OC Oerlikon bereits Anfang Dezember des vergangenen Jahres unterzeichnet. Seinerzeit war die Rede von einem Unternehmenswert von 650 Mio. Fr. Vor sechs Jahren lag den damaligen Grossaktionären der Beteiligungsgesellschaft Victory für die gesamte Textilsparte von OC Oerlikon aus China ein Angebot von gegen 2 Mrd. Fr. vor. Das war der bislang jüngste Höhepunkt der Textilindustrie. Ende Mai haben nun Vertreter von Oerlikon, der Jinsheng-Gruppe sowie der China Development Bank (CDB) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung diente der Finanzierung des Veräusserungsgeschäfts durch die CDB.

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