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Ölaktien sind eine teure Wette

Der gefallene Ölpreis setzt die Förderunternehmen unter Druck. Aber noch bleiben die Titel von BP, Royal Dutch Shell & Co. stolz bewertet.

Die Zahlen des britischen Ölmultis BP am Dienstag zum ersten Quartal des Jahres sind wenig erbaulich. Der Gewinn brach gegenüber dem Vorjahr gleich um zwei Drittel auf 800 Mio. $ ein. In einer ähnlichen Grössen­ordnung dürfte auch bei den übrigen grossen Öl- und Gasgesellschaften der Überschuss wegfallen. Am Donnerstag sind Royal Dutch Shell und der fran­zösische Ölkonzern Total an der Reihe mit den Quartalszahlen, und am Freitag folgen dann die US-Förderer ExxonMobil und Chevron.

Dabei ist der Zahlenkranz für die Monate Januar bis März erst der Auftakt zu einem der schlechtesten Jahre seit der Jahrtausendwende. Im zweiten und dritten Quartal dürfte der Gewinneinbruch noch deutlicher ausfallen. Analysten der Royal Bank of Canada schätzen, dass die weltweit neun grössten Ölgesellschaften zwischen April und Juni einen Verlust schreiben werden. Einen solchen Einbruch erlebte die Branche nicht einmal 2016, als der Rohstoff-Superzyklus zu Ende ging. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.