Märkte / Rohstoffe

Ölpreis: Kampf der Giganten

Das Ringen um Marktanteile ist unter den Ölförderländern intensiv. Der Preissturz des Frühjahrs spielt Opec+ in die Karten.

Die Pandemiekrise hat die Machtverhältnisse auf dem Weltmarkt für Rohöl wieder zurechtgerückt. Dies dürfte zumindest die Sichtweise des nach wie vor mächtigen Opec-Kartells und seiner zehn Verbündeten sein – die sogenannte Opec+. Im Kampf um Marktanteile gegen den unliebsamen Konkurrenten USA hat das Kartell dank des massiven Preiszerfalls von Rohöl während der Krise Boden gutgemacht.

Die Opec+ konnte in der Vergangenheit den Ölmarkt mehr oder weniger effektiv ausbalancieren, indem sie die Produktion entweder drosselte oder ankurbelte, je nach Stand von Angebot und Nachfrage. Doch in der Coronakrise liess sich der massive Preiszerfall trotz starker Drosselung der Förderung ab April nicht aufhalten .Der Einbruch der weltweiten Ölnachfrage übertraf alles bisher Dagewesene. Der resultierende Angebotsüberhang war selten so gross.Die Lager sind weltweit prall gefüllt. Auf See liegen viele Supertanker, die als Lagerstätte dienen. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.