Unternehmen / Energie

Ölriesen buhlen um Anleger

BP, Shell & Co. haben ein Glanzquartal hinter sich. Um Aktionäre anzulocken, genügt das aber nicht.

Kaum eine Branche hat das pandemiebedingte Auf und Ab derart extrem erlebt wie die Erdölbranche. Im vergangenen Jahr setzte es historische Verluste ab. Royal Dutch Shell reagierte im ersten Quartal 2020 und kürzte die Dividende – erstmals in der Nachkriegszeit. Der Schritt sandte eine Schockwelle durch die Branche und die Anlegergemeinde.

Inzwischen sieht die Welt wieder anders aus. Der Ölpreis der aus der Nordsee stammenden Sorte Brent hat in den vergangenen zwölf Monaten über 50% zugelegt. Mit dem weltweiten Wirtschaftsaufschwung stieg die Nachfrage nach dem Rohstoff. Das Angebot hielt die vergangenen Monate nicht Schritt, weil die Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) die Fördermengen tief hielt und gewisse Anbieter in den Krisenmonaten die Kapazitäten reduziert hatten. So stieg der Preis in den vergangenen Wochen erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder über die Marke von 70 $ pro Fass. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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