Unternehmen / Schweiz

Oerlikon könnte 2021 Vorkrisenniveau erreichen

Analyse | Die Industriegruppe hat die Pandemie gut bewältigt. 2021 soll die Marge höher ausfallen als 2019. Die Aktien bleiben interessant.

 

Ein «stabiles» Konzernergebnis habe OC Oerlikon geliefert, heisst es im Communiqué zum Jahresabschluss. Das stimmt offensichtlich nicht: Umsatz, Bestellungen und operative Gewinnebenen zeigen deutliche Einbussen (vgl. Tabelle). Doch «robust» – diesen Begriff verwendet das Unternehmen ebenfalls – darf man die Zahlen angesichts des unvermeidbaren Pandemieeinschlags nennen.

Dessen Ausmass hat sich im Jahresverlauf deutlich vermindert. Das Schlussquartal zeigt gar bei einem knapp gehaltenen Umsatz eine von 13,7 auf 17,7% gestiegene bereinigte Ebitda-Marge. Erreicht worden sei Letzteres vor allem dank Kostensenkungsmassnahmen in der Division Surface Solutions, erklärt CEO Roland Fischer an der Telefonkonferenz.

Kunstfasergeschäft läuft gut

Geholfen hat ferner, dass die Division Manmade Fibers (Grossanlagen zur Herstellung von Kunstfasern) von Covid-19 kaum betroffen war und in etwa gehaltene Ergebnisse vorweisen kann. Das ist allerdings keine Überraschung. Manmade Fibers geht es gut, das ist schon länger klar. Ein neues Geschäftsmodell in der Kunstfaserherstellung hat hohe Neuinvestitionen vor allem in Asien ausgelöst. Dies hat Oerlikon Aufträge hereingespült, die bis gegen 2023 reichen. Somit ist jetzt schon absehbar, dass auch 2021 gut wird. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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