Märkte / Makro

Ohne Atom kein Strom

Investoren votieren für eine Zukunft mit Kernkraftwerken, wie die Entwicklung am Uranmarkt zeigt. Die Debatte um Atomstrom bleibt jedoch gespalten.

Zehn Jahre nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima sind die Aktien der Uranminenbetreiber so gefragt wie nie. Sie sind die jüngsten Profiteure vom Geldfluss in umweltverträgliche Anlagen, sogenannte ESG-Investments.

Uran wird auch in der Medizin, im Flugzeugbau und der Waffenindustrie eingesetzt, aber der Hauptabnehmer sind Atomkraftwerke. Jene Energielieferanten, die klimafreundlich und verlässlich Strom produzieren, aber deren hoch radioaktiver Abfall erst nach 200 000 Jahren wieder das Strahlenniveau von Natururan erreicht hat.

Es kollidieren die Ansprüche für eine CO2-neutrale, langfristig stabile Energieversorgung mit grundsätzlichen Sicherheitsbedenken. Am Markt scheint sich die Meinung durchzusetzen, dass das erste Lager triumphieren wird.

Stetiger Preisanstieg

Der Preis für Uran begann bereits kurz nach dem Ausbruch der Coronapandemie zu klettern. Grund war die Angst vor Angebotsknappheit, da im ersten Halbjahr 2020 einige grosse Minen geschlossen wurden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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