Unternehmen / Gesundheit

Ohne Eisenpräparate sähe Vifor schlapp aus

Analyse | Die Pandemie hat im ersten Halbjahr grosse Teile des Geschäfts beeinträchtigt. Das zweite Halbjahr sollte besser werden.

Die Halbjahreszahlen von Vifor Pharma sind ganz leicht über den Konsensschätzungen der Nachrichtenagentur AWP. Der Umsatz hat 1,5% auf 859 Mio. Fr. zugelegt. Der operative Gewinn vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) liegt mit 281 Mio. Fr. hauchdünn über der Vorjahresperiode (+0,2%). Hinter der Punktlandung steht ein über Erwarten hoher Absatz des intravenösen Eisenpräparates Ferinject/Injectafer und eine enttäuschende Entwicklung des EPO Mircera und des Kaliumbinders Veltassa.

Die Aktien des Pharmaunternehmens, das in der Vergangenheit regelmässig die Erwartungen übertroffen hat, haben am Donnerstag bis zu 5% nachgegeben. Das liegt wohl auch daran, dass Vifor den Ausblick für das Gesamtjahr nicht erhöht hat. Das Management erwartet zu konstanten Wechselkursen (kWk) nach wie vor ein Umsatzwachstum im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, obwohl die Einnahmen kWk 5% zugelegt haben. Der Ebitda soll im hohen einstelligen Bereich klettern. Bis Ende Juni waren es 5,3%. Unter Ausklammerung von «anderen Einnahmen» (vorwiegend Lizenzdeals) wären es 15% gewesen. In der Berichtsperiode war die Position mit 20,4 Mio. Fr. weniger als halb so gross wie im Vorjahr.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?