Märkte / Makro

Ohne EZB hätte es Deflation und weniger Wachstum gegeben

Neue Berechnungen der Euro-Notenbank sollen entscheidende Wirkung der negativen Zinsen und Anleihenkäufe auf die Realwirtschaft belegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) tritt ihren schärfsten Kritikern entgegen. Im jüngsten Wirtschaftsbericht legen die Notenbanker Modellrechnungen vor, die zeigen, dass ihre unkonventionelle Geldpolitik aus Negativzinsen und Anleihenkäufen seit 2014 entscheidend für die Erholung des Euroraums war. Ende 2018 hatte die EZB ihre Käufe beendet, seitdem hält sie den Anleihenbestand konstant.

Die EZB-Fachleute sind davon überzeugt, dass die Geldpolitik dazu beigetragen hat, dass das Kreditgeschäft im Währungsraum wieder stieg, nachdem es in der Doppelrezession infolge der Finanzkrise vor zehn Jahren geschrumpft war.

Wachstumsschub

Konkret habe das Bruttoinlandprodukt (BIP) 2016 bis 2018 durch die Geldpolitik einen Anschub von 1,6 Prozentpunkten bekommen – was gut einem Viertel des tatsächlichen Wachstums von 6,1% in diesen drei Jahren entspricht. Zudem habe die Zentralbank einen dauerhaften Fall der Verbraucherpreise verhindert. Hier stehe die EZB für 44% des Preisanstiegs, die Inflationsrate lag bei durchschnittlich 1,2% pro Jahr.

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Leser-Kommentare

Roland Heinzer 24.03.2019 - 19:07

Warum wohl wollen die “Pandits” (see wikipedia) uns weise machen Negativzinsen seien gut.
Damit in der (kommenden) Rezession die Zinsen weit ins Negative gesenkt werden können.