Unternehmen / Industrie

Ohrfeige und Rückhalt für Panalpina

Während ISS den Antrag der Stiftung zur Einführung des Prinzips «Eine Aktie, eine Stimme» klar ablehnt, kommt von Ethos und zRating Unterstützung.

Panalpinas Zukunft ist nicht nur für das Aktionariat des Logistikers ein Streitthema, auch die Stimmrechtsberater sind im Vorfeld der ausserordentlichen Generalversammlung vom 5. April geteilter Meinung. Dann stimmen die Panalpina-Eigner ab, ob die Eintragungs- und die Stimmrechtsbeschränkung von jeweils 5% aufgehoben werden sollen. Der Antrag kam Ende Februar von der Ernst-Göhner-Stiftung, die 46% am Unternehmen hält, und diesen Anteil bisher voll in die Waagschale werfen konnte. Der Verwaltungsrat unterstützt das Ansinnen.

Die nächstgrösseren Investoren Cevian und Artisan Partners (je 12%) stellen sich aber gegen den Antrag. Auch die Stiftung dürfe gemäss den geltenden Statuten nur mit 5% abstimmen, fordern sie. Panalpinas Statuten seien in der Vergangenheit falsch angewandt worden, argumentiert Cevian, und beruft sich auf vier Gutachten namhafter Schweizer Aktienrechtler. Beide Investoren kritisieren, die Stiftung habe keinen günstigen Einfluss auf die Entwicklung des Logistikers seit dem Börsengang 2005 gehabt. Ähnlich äusserte sich auch der Investor Franklin Templeton (knapp 3%).

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