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Olaf Scholz: Er lässt die SPD vom Kanzleramt träumen

Er und seine Partei galten als abgemeldet. Jetzt könnte Olaf Scholz deutscher Regierungschef werden. Was die Schweiz von ihm erwarten kann.

Noch im April war Olaf Scholz ganz unten. Hätten die Deutschen damals ihr Parlament, den Bundestag, gewählt, wäre seine Partei, die Sozialdemokraten (SPD), abgeschlagen auf dem dritten Platz gelandet. Die Grünen waren auf dem Höhenflug. In Umfragen standen sie kurzzeitig vor der Kanzlerinnenpartei CDU und ihrer bayerischen Schwester CSU – zusammen als Union bekannt. Böse Zungen raunten: Warum tritt Scholz überhaupt noch als Kanzlerkandidat an? Die Ex-Volkspartei SPD wähnte das Amt so weit weg wie die Erde vom Mond.

Dann begingen die ewige Union und die vermeintlich neue grüne Volkspartei entscheidende Fehler. Nach der Merkel-Ära stellte die Union in der Hybris, sie hätte das Abonnement auf das Kanzleramt, den unbeliebten Armin Laschet als Kandidaten auf anstatt des bayrischen Kraftprotzes und CSU-Chefs Markus Söder. Die Grünen gaben der regierungsunerfahrenen Annalena Baerbock den Vorzug gegenüber dem bekannten Ex-Minister Robert Habeck. Und wie um diese Fehlentscheide zu bestätigen, leisteten sich Laschet und Baerbock fatale Schnitzer. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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