Märkte / Rohstoffe

Erdöl-Exporteure lockern Förderbremse etwas

Das Erdölkartell Opec und Russland heben ab Januar die Förderquoten leicht an. Die Ölpreise reagieren mit Gewinnen.

(AWP) Die grossen Erdöl-Exporteure haben sich auf eine Lockerung ihrer Förderbremse geeinigt. Die Quoten würden ab Januar um 500’000 Barrel pro Tag angehoben, teilte der russische Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak am Donnerstag mit. Sein Land hatte sich mit dem Exportkartell Opec zur «Opec+» zusammengeschlossen.

Künftig werde die Förderpolitik in regelmässigen Abständen überprüft, um auf die Nachfrage zu reagieren, fügte Nowak hinzu. «Das ist eine gute Entscheidung und verschafft uns Zeit, um herauszufinden, was getan werden muss, um den Markt nicht zu schädigen.» Gleichzeitig müssten diejenigen Länder, die ihre Quoten bislang überschritten hätten, ihre Fördermengen bis März 2021 entsprechend drosseln.

Ursprünglich wären die Förderquoten mit dem Auslaufen der aktuellen Vereinbarung zum Jahreswechsel um 2 Mio. Barrel pro Tag gestiegen. Analysten hatten allerdings auf eine Festschreibung der aktuellen Quoten für weitere drei Monate gesetzt. Die Preise für die Ölsorgen Sorte Brent (Brent 55.50 -1%) aus der Nordsee und WTI (WTI 52.76 +0.32%) aus den USA stiegen dennoch deutlich auf 49.50 und 46 $ je Barrel (159 Liter).

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