Getestet

Oppo Find X3 Pro 5G

Faszinierende Zeiten: Für ein Smartphone kann man ganz problemlos ebenso viel Geld aus­geben wie für einen Fernseher, einen Laptop, mehrere Tablets, eine günstigere Luxusuhr oder ein gebrauchtes Töff. Knapp mehr als 1000 Fr. verlangt Oppo etwa für ihr Smartphone-Flaggschiff Find X3 Pro 5G. Damit fügt sich der eher unbekannte chinesische Anbieter nahtlos in die Reihe von Apple und Samsung. Er steht ihnen allerdings auch in Sachen Qualität und Funktionen in nichts nach – und bietet noch einige Überraschungen.

Oppo aus der chinesischen Provinz Guangdong gehört zum Konzern BBK Electronics. Dieser wiederum zählt mit den Marken Oppo, Vivo, OnePlus oder Realme schon jetzt zu den grössten Smartphone-Herstellern der Welt. Und da gehört natürlich ein Oberklassehandy ins Portfolio. Die Verarbeitung des Find X3 Pro 5G ist tadellos. Auf der Vorderseite dominiert das 6,7-Zoll-Display mit einer winzigen Aus­sparung für Kamera und Sensoren sowie einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz. Da macht Lesen oder das Schauen von Filmen Spass, unterstützt von den zwei Lautsprechern.
Die Quad-Linse auf der Rückseite ragt aus dem Gehäuse, wirkt dennoch dezenter als bei vielen Rivalen. Mit dem Weitwinkel-, dem Ultraweitwinkel- sowie dem Teleobjektiv lassen sich feine Bilder machen. Beim Zoomen hat die Konkurrenz mehr drauf. Dafür punktet das X3 Pro mit einer Mikroskopkamera, ausgestattet gar mit Ringleuchte. Damit lassen sich ungewöhnliche Nahaufnahmen einfangen, allerdings verfliegt der Reiz, ist erst einmal ein Dutzend Blätter und Hautunreinheiten fotografiert.

Das alles ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Das X3 Pro leistet sich keine wirkliche Schwäche, darf es angesichts des hohen Preises auch nicht. Nach Kritik verspricht Oppo nun drei Jahre Softwareupdates für das Find X3 Pro. Gut so. Das macht es zu einer Alternative zu den üblichen Smartphone-Flaggschiffen.

, Closing Bell / Getestet

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