Märkte / Immobilien

Orascom weitet Verlust aus

Der Immobilienentwickler verzeichnet im ersten Quartal ein grösseres Minus. Der Immobilienbereich erholt sich leicht.

(AWP) Dem Immobilienentwickler und Hotelbetreiber Orascom (ODHN 9.41 -0.63%) DH hat im ersten Quartal 2020 die Coronakrise zu schaffen gemacht. Unter dem Strich rutschte die Gruppe noch tiefer in die roten Zahlen. Während die Hotelschliessungen im März auf das Ergebnis drückten, zeigte sich bei den Immobilien eine leichte Belebung.

Der Umsatz der Gruppe ging im ersten Quartal um 5,3% auf 92,9 Mio. Fr. zurück, wie die Gesellschaft des ägyptischen Inveostors Samih Sawirs am späten Sonntagabend mitteilte. Der bereinigte Ebitda, bei dem Währungseinflüsse, Sondereffekte und Wertberichtigungen ausgeklammert sind, sank um 26% auf auf 15,2 Mio. Fr. Unter dem Strich resultierte ein Verlust nach Minderheiten von 4,9 Mio. Fr., nach einem Fehlbetrag von 1,9 Mio. Fr. im Vorjahr.

Immobiliensegment legt zu

Bei den Hotels brachen die Umsätze um 23% auf 35,8 Mio. Fr. ein. Nach einem guten Jahresstart seien im März mit den verordneten Schliessungen ein Grossteil der Erträge weggebrochen. Ausserdem seien alle Veranstaltungen und Konferenzen an den verschiedenen Destinationen abgesagt worden.

Einen besseren Auftakt ins 2020 hatte die Immobiliensparte, bei der die Nettoverkäufe um 1,8% auf 107,7 Mio. Fr. zulegten. Der Zuwachs sei vor allem auf Verkäufe in Ägypten, namentlich in El Gouna und im «O-West-Projekt» in Kairo, zurückzuführen, schreibt die Gruppe. Den zurückgestellten Verkaufsumsatz – also Einnahmen die bis 2023 umsatzwirksam werden – beziffert das Unternehmen auf 530 Mio. Fr. nach 300 Mio. Fr. im Vorjahr.

Positive Trends

Im Immobilienbereich habe das positive Momentum auch in den Monaten April und Mai weiter angehalten, heisst es weiter. Auch bei den Hotels seien die Belegungsraten nach der Wiederaufnahme des Betriebs «vielversprechend» und zeigten einen positiven Trend. Zudem gebe der Buchungsstand für die Wintersaison in Ägypten und Oman Anlass zu Optimismus.

Einen Ausblick auf das laufende Jahr gibt die Gruppe weiterhin nicht ab. Dank verschiedener Massnahmen zur Sicherung der Liquidität und einer starken Bilanz sieht sich das Unternehmen aber gut gerüstet, um gestärkt aus der Krise hervor zu kommen.

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