Unternehmen / Finanz

Orcel geht doch nicht zu Santander

Die Berufung des UBS-Bankers Andrea Orcel zum neuen Chef der spanischen Grossbank Santander ist an den Bedingungen des Wechsels gescheitert.

(AWP/RK) Die spanische Grossbank Santander wechselt ihren Chef doch nicht aus. Die Berufung des bisherigen UBS-Bankers Andrea Orcel sei an den Bedingungen seines Wechsels gescheitert, teilte Banco Santander (SAN 3.792 4.29%) am Dienstag mit.

Die Kosten, um Orcel von seinem bisherigen Arbeitgeber abzuwerben, sollten nicht über den ursprünglich geplanten Betrag hinausgehen, hiess es weiter. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass Orcels bisheriger Arbeitgeber, die Grossbank UBS (UBSG 11.105 3.59%), auf eine sechsmonatige Kündigungsfrist Orcels bestanden habe.

Santander-Manager seien davon ausgegangen, dass UBS die sechsmonatige Sperre freiwillig reduzieren würde, weil die beiden Banken in ihrem jeweiligen Kerngeschäft keine direkten Wettbewerber seien.

Ablösesumme von 50 Mio. Fr.

Orcel hat zudem einen Millionenbetrag an aufgeschobenem Gehalt bei der UBS angesammelt.

Reuters berichtet, dass sich die Summe auf 50 Mio. Fr. summiere. Bei einem Wechsel eines Managers übernimmt üblicherweise der neue Arbeitgeber diese Ansprüche. UBS selbst hatte vor sieben Jahren rund 20 Mio. Fr. an aufgeschobenen Vergütungen für Orcel übernommen.

UBS schreibt in einer Mitteilung, dass sie die für einen solchen Fall gültigen Vergütungsregeln anwende und dass diese allen Parteien transparent gemacht wurden, bevor Entscheidungen gefallen seien.

Jose Antonio Alvarez werde nun Chef von Santander bleiben, hiess es in der Mitteilung der Spanier. Dieser hatte ursprünglich die Führung der Spanien-Sparte übernehmen sollen.

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