Unternehmen / Konsum

Orell Füssli: Veraison baut weiter ab

Der aktivistische Investor hält nun weniger als 3% der Anteile der Industrie- und Handelsgruppe.

(AWP) Veraison hat den Anteil an Orell Füssli (OFN 89.8 3.22%) weiter abgebaut. Er beträgt nun noch 2,98%, wie aus einer offiziellen Mitteilung der Schweizer Börse vom Wochenende hervorgeht. Ende März hatte die als aktivistische Aktionärin bekannte Beteiligungsgesellschaft noch einen Anteil von 4,77% besessen, vor fünf Jahren waren es sogar über 8% gewesen.

«Orell Füssli ist für uns kein Kern-Investment mehr», sagte Veraison-Mitgründer Gregor Greber am Sonntag auf Anfrage von AWP. Der Abbau sei im Rahmen der üblichen Portfolioanpassungen erfolgt. Ob die Beteiligung schon bald ganz abgestossen wird, liess Greber offen. Bekanntlich hat sich Veraison zuletzt stark beim angeschlagenen Backwarenkonzern Aryzta (ARYN 0.5075 1.5%) engagiert.

Veraison ist mit dem Erreichten bei Orell Füssli zufrieden, wie Greber betonte. Viele der Forderungen seien erfüllt worden. So gebe es nun eine «klare und zukunftsorientierte Dividendenpolitik» und mehr Transparenz. Zudem seien die Aktionärsrechte gestärkt und grössere Fehler in der Unternehmensentwicklung verhindert worden. Ein Kränzchen windet Greber auch Verwaltungsratspräsident Anton Bleikom, welcher diesen Weg mitgegangen sei. «Wir freuen uns, dass das Unternehmen an Attraktivität für alle Aktionäre seit unserem Einstieg im Jahr 2015 gewonnen hat», so Greber.

Noch vor einem Jahr hatte Veraison bei Orell Füssli Handlungsbedarf in Sachen Nachhaltigkeit gesehen. Orell Füssli liege im Vergleich mit den Konkurrenten, aber auch mit dem eigenen Grossinvestor Schweizer Nationalbank im Nachhaltigkeitsreporting weit zurück, hatte es damals geheissen.

Die komplette Historie zu Orell Füssli finden Sie hier. »