Unternehmen / Technologie

Osram bereitet Kurzarbeit vor

Der Münchner Lichtkonzern hat bislang keine Kurzarbeit beantragt, bereitet sich aber darauf vor.

(Reuters) Der Münchner Lichtkonzern Osram (OSR 42.2 0%) bereitet sich in der Coronakrise auf Kurzarbeit vor und drängt auf einen raschen Neustart der Industrie. In sechs von weltweit 26 Fabriken sei die Arbeit angehalten worden, sagte Vorstandschef Olaf Berlien dem «Handelsblatt» (Dienstagausgabe). In Deutschland liessen sich diese Ausfälle bisher durch den Abbau von Überstunden abfangen. «Kurzarbeit haben wir hier bislang nicht beantragt, bereiten uns aber im Einvernehmen mit den Arbeitnehmervertretern darauf vor», sagte Berlien. «Wichtig ist, dass wir flexibel bleiben.» Osram bereite sich darauf vor, die Fabriken bis Ende April wieder hochfahren zu können. Osram beliefert vor allem die Autoindustrie, die derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie zum Grossteil stillsteht.

Sorgen um die Stabilität des Traditionskonzerns, der vor der Übernahme durch den österreichischen Sensor-Spezialisten AMS (AMS 14.765 3.07%) steht, macht sich Berlien zunächst nicht: «Wir haben 50% Eigenkapitalquote, für kurzfristige Krisen sind wir gut gerüstet.» Berlien hofft aber, dass die Krise nicht zu lange dauert: «Klar ist doch, dass wir die Läden und Fabriken nicht drei Monate geschlossen halten können. Wir müssen so schnell wie möglich wieder hochfahren.»