Märkte / Derivate

Palladium vor Allzeithoch

Nur noch wenig fehlt dem Palladiumpreis zu einem neuen Rekordstand. Das primär in Katalysatoren eingesetzte Metall profitiert von der stetigen Verschärfung der Abgasnormen.

Während die Preise anderer Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin stagnieren, kennt Palladium momentan nur eine Richtung: nach oben. Allein über die vergangenen sechs Wochen haben die Notierungen 30% zugelegt. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit – respektive einer Kursavance von wenigen Prozent –, bis das silbrigweisse Metall das Allzeithoch aus dem letzten Januar egalisiert.

Dass sich der Palladiumpreis so deutlich gegen den Trend stemmt, ist zwar auch der Analystengilde ein Rätsel. Fundamental gründet die solide Entwicklung aber im Nachfrageüberhang. Palladium wird primär in Automobilkatalysatoren eingesetzt. Laut dem Edelmetallspezialisten Johnson Matthey kletterte hier der Bedarf 2017 um rund 0,5 auf 8,4 Mio. Unzen. Auch im laufenden Jahr wird der Markt deshalb wohl in einem Angebotsdefizit verbleiben – selbst wenn das über Recycling von Autoschrott gewonnene Palladiumvolumen auf ein Allzeithoch von 2,6 Mio. Unzen steigen sollte.

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