Unternehmen / Industrie

Panalpina-Aktionär macht Druck

Artisan Partners will eine ernsthafte Prüfung der DSV-Offerte. Der Logistiker kontert.

Adressiert ist der Brief an die Verwaltungsräte von Panalpina, deren Präsidenten Peter Ulber und Vizepräsident Beat Walti. Abgeschickt hat ihn am Montag die amerikanische Investmentgesellschaft Artisan Partners, die rund 12% an Panalpina hält. Sie ist damit die drittgrösste Aktionärin des Basler Logistikers – und spricht sich klar für das Übernahmeangebot aus, das die dänische DSV im Januar für Panalpina eingereicht hat. Auch die Investoren Cevian und Franklin Templeton hatten das Angebot begrüsst.

David Samra von Artisan wählt in dem Brief deutliche Worte: «Wir glauben, dass das Kaufangebot von DSV eine augenfällige Möglichkeit darstellt, Wert für die Aktionäre zu realisieren. Jede realistische Alternative, ähnlichen Wert zu generieren (sofern eine existiert), birgt weit grössere Risiken bei der Umsetzung und der Finanzierung.» Dennoch habe die einzige öffentliche Antwort des Unternehmens bislang darin bestanden, den Erhalt des Angebots zu bestätigen, und mitzuteilen, dass die Stiftung als Hauptaktionärin das Angebot nicht unterstütze. Artisan fordert den Verwaltungsrat auf, mit DSV in einer «konstruktiven und transparenten Art» zu verhandeln, um das bestmögliche Resultat für die Aktionäre und die anderen Stakeholder zu erzielen, wie es der treuhänderischen Pflicht des Verwaltungsrats entspreche.

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