Unternehmen / Industrie

Panalpina sucht einen Präsidenten auf Abruf

Der Auftrag für Peter Ulbers Nachfolger ist unklar. Die Stiftung könnte auch ohne Panalpinas Dividenden arbeiten. An Bewertungsfragen scheiden sich die Geister.

Es sei die «denkbar ungünstigste Situation», sagt ein Executive-Search-Spezialist zum Fall Panalpina. Gemeint ist die Suche des Frachtlogistikers nach einem neuen Verwaltungsratspräsidenten. Denn im Raum steht das Übernahmeangebot des dänischen Konkurrenten DSV von Mitte Januar. Präsident Peter Ulber wird nach der Kritik grösserer Aktionäre per Mai zurücktreten. Für den Nachfolger ist derzeit aber überhaupt nicht klar, was sein Auftrag sein wird.

Denn die bei Panalpina mit 46% dominierende Ernst-Göhner-Stiftung sucht derzeit ihre Position zum mehr als 4 Mrd. Fr. schweren Angebot von DSV. «Die von den Kompetenzen stärkste Person wird sich unter diesen Umständen wohl nicht zur Verfügung stellen», sagt der Recruiting-Profi im Gespräch mit FuW. Ein anderer Headhunter meint, es brauche eine «ergebnisoffene Person». Der Kandidat müsse die Interessen des Unternehmens bestmöglich vertreten und flexibel sein, was die eigene Amtsdauer angehe. Beide denken, dass vor allem Personen mit Corporate-Finance-Hintergrund und Anwälte in Frage kämen.

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