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Pandemieanleihen sind eine Katastrophe

Eine neue Art von Katastrophenanleihen soll schnell finanzielle Hilfe im Seuchenfall leisten. Doch bis jetzt ist nur Geld an die Investoren geflossen.

Pandemieanleihen hätten «das Potenzial, Millionen Leben zu retten und ganze Volkswirtschaften zu stützen», sagte der damalige Weltbankpräsident Jim Yong Kim, als er die neuartigen Finanzinstrumente vorstellte. Heute, knapp drei Jahre später, kämpft die Welt schon seit Wochen gegen das Coronavirus. Doch ob Geld aus den Pandemieanleihen an die ärmsten Länder fliessen wird, um sie in diesem Kampf zu unterstützen, ist noch immer unklar.

Dabei war eine frühzeitige finanzielle Hilfe für die verletzlichsten Staaten das Ziel der Pandemieanleihen. Die Weltbank spannte mit Swiss Re und Munich Re (Münchener Rück) zusammen, um eine neuartige Katastrophenanleihe herauszugeben: Dank einer Aufteilung in zwei Tranchen wird mit den Anleihen das Risiko eines Virusausbruchs an den Kapitalmarkt transferiert. Im Gegenzug für die hochriskante Geldanlage – ein Totalverlust ist möglich – erhalten die Investoren saftige Renditen. Das Angebot stiess auf Interesse, 320 Mio. $ kamen zusammen.

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