Seit Tausenden von Jahren schon werden die Menschen immer wieder von Seuchen heimgesucht. So raffte etwa die Antoninische Plage (Pocken oder Masern) im 2. Jh. nach Christus rund 5 Mio. Menschen dahin. Die schlimmste Seuche war der Schwarze Tod, die Pest, die von 1347 bis 1351 wohl rund 200 Mio. Menschenleben forderte. Den Pocken fielen ab 1520 geschätzt rund 56 Mio. Menschen zum Opfer. Beide Krankheiten sind heute weitgehend ausgerottet. Nach dem Ersten Weltkrieg wütete die Spanische Grippe, die zwischen 40 und 50 Mio. Tote gefordert haben dürfte. 1981 brach die «Lustseuche» Aids aus; sie hat bisher um die 30 Mio. Menschen dahingerafft. Im Vergleich dazu nimmt sich die Coronapandemie (Covid-19) eher harmlos aus. Die Johns Hopkins University schätzt weltweit bisher 350 000 Todesopfer. In der Schweiz hat das Virus gemäss Bundesamt für Gesundheit gut 1650 Menschenleben gefordert. Aufschlussreich ist der Vergleich der Gesamtzahl der Todesfälle in der Schweiz jeweils seit Jahresbeginn im Vergleich der vergangenen fünf Jahre. In den ersten zwanzig Kalenderwochen wurden 2015 am meisten Opfer gezählt – es war eine heftige Grippewelle unterwegs –, im laufenden Jahr lag die Zahl der Todesopfer in der Schweiz trotz Corona 4,4% niedriger. Eine Übersterblichkeit wegen Corona ist nicht ersichtlich, das zeigt auch der Vergleich mit den anderen Jahren.