Unternehmen / Schweiz 19:10 - 17.03.2017

Pargesa erhöht trotz Verlust Dividende

Die Beteiligungsgesellschaft musste 2016 Verluste einstecken. Der Verwaltungsrat schlägt dennoch höhere Ausschüttungen für die Aktionäre vor.
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Aktie
Wertpapier , das einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft verkörpert. Es sichert dem Eigentümer Mitgliedschaftsrechte (Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung) und Vermögensrechte (Recht auf Anteil am Gewinn, Beteiligungsquote bei Kapitalerhöhungen oder am Liquidationsergebnis) zu.
Aktionär
Teilhaber einer AG bzw. Inhaber einer Aktie oder einer Mehrzahl von Aktien.
Beteiligung
Langfristige, kapitalmässige Interessennahme an anderen Unternehmen, bei der die wirtschaftliche Einflussnahme oder ähnliche Zielsetzungen im Vordergrund stehen. Die Beteiligungen werden höchstens zum Einstandspreis bewertet.
Beteiligungsgesellschaft
Kotierte Aktiengesellschaft , deren Haupttätigkeit darin besteht, Beteiligungen an anderen Unternehmen zu erwerben. Investmentgesellschaften können auch in Hedge Funds investieren und sind somit kotierte Funds of Hedge Funds .
Dividende
Der von einer Aktiengesellschaft je Aktie ausgezahlte Gewinnanteil. Die Dividende wird durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrats festgesetzt. Als Dividende werden auch die Auszahlungen an die Inhaber von Genuss- und Partizipationsscheinen bezeichnet.
Erfolgsrechnung
Im Gegensatz zur stichtagbezogenen Betrachtungsweise der Bilanz zeigt die Erfolgsrechnung den Geschäftsverlauf eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum. Teil des Geschäftsberichts .
GS
Gewinnbeteiligungspapier, das keine Mitgliedschaftsrechte, sondern nur Vermögensrechte (z. B. Dividende , Anspruch auf den Bezug neuer Titel, Liquidationserlös) verleiht. Das wichtigste Beispiel sind Roche GS.
Inhaberaktie
Aktie, die auf den (nicht namentlich bezeichneten) Inhaber lautet (vgl. Namenaktie ).
Verwaltungsrat
Überwacht und lenkt (über die Strategiefestlegung) für die Gesamtheit der Aktionäre die Geschäftsleitung eines Unternehmens. Die VR-Mitglieder einer AG schweizerischen Rechts müssen in der Regel mehrheitlich das Schweizer Bürgerrecht besitzen und in der Schweiz wohnhaft sein. Der VR besteht aus exekutiven (unternehmensinternen) und nicht exekutiven (externen) Mitgliedern. Immer mehr setzt sich im Rahmen einer guten Corporate Governance die Praxis durch, dass ein bedeutender Teil der VR in keiner geschäftlichen Beziehung zum Unternehmen stehen darf. Der VR wird von der GV gewählt.

(AWP) Die Beteiligungsgesellschaft Pargesa (PARG 73.65 0.48%) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 einen massiven Gewinnrückgang erlitten, nach Minderheiten fiel das Ergebnis gar ins Minus. Trotzdem soll die Ausschüttung an die Aktionäre leicht erhöht werden.

Das Konzernergebnis (inklusive Minderheitsanteile) wird für das Berichtsjahr noch mit +119,4 Mio. Fr.  nach +1,28 Mrd. Fr. ausgewiesen, nach Minderheiten bzw. für die Pargesa-Aktionäre resultiert ein Verlust von 32,0 Mio. Fr. (VJ +638,2 Mio.), wie die Gesellschaft am Freitagabend mitteilte. Der entsprechende Verlust pro Aktie lag bei 0.38 Fr. nach +7.54 Fr. im Vorjahr.

Der Verwaltungsrat schlägt die Ausschüttung einer um 2,5% oder 6 Rappen höheren Dividende von 2.38 Fr. je Inhaberaktie vor.

In der Erfolgsrechnung weist Pargesa einen Betriebsertrag von 5,01 Mrd. Fr. nach 4,77 Mrd. im Vorjahr aus. Bei operativen Ausgaben von 4,50 Mrd. und sonstigen Ausgaben von 0,58 Mrd. ergibt sich ein operativer Verlust von 68,7 Mio. Fr.

Pargesa hält eine konsolidierte (oder anteilsmässig konsolidierte) Beteiligung an Imerys (Aufarbeitung von Mineralien) sowie nicht-konsolidierte Beteiligungen an LafargeHolcim (LHN 57.3 -0.52%), SGS (SGSN 2229 0.68%), Total (FP 47.845 0.04%), ENGIE, Pernod Ricard (RI 115.45 0.39%), Umicore oder adidas.

Die komplette Historie zu Pargesa finden Sie hier. »

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