Unternehmen / Schweiz

Pascal Koradi: Schneller Aufstieg, schneller Fall

Pascal Koradi war noch nicht 40, als er Finanzchef der Post wurde. Acht Jahre später ist er Angeklagter im Postautoskandal. Doch unterkriegen lässt er sich nicht. 

Nicht lange, nur vier Jahre, war Pascal ­Koradi Finanzchef der Post. Doch diese vier Jahre prägen sein Leben bis heute. Zwei Jobs musste er seither aufgeben, weil ihn die Vergangenheit stets einholte. Und nun droht ihm sogar eine ­Gefängnisstrafe: Vor zwei Wochen gab das Bundesamt für Polizei (Fedpol) ­bekannt, dass es Koradi und fünf ehemalige Postauto-Kader anklagt. Der Vorwurf: Die Beschuldigten hätten die Verfälschung von Rechnungen veranlasst, geduldet, oder am Entscheid, die verfälschten Rechnungen dem Bundesamt für Verkehr einzureichen, mitgewirkt. Die festgestellten Handlungen seien «strafrechtlich gravierend». Beantragt würden daher Freiheitsstrafen. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Koradi teilte als Reaktion auf die Anklage mit, es gebe keine Basis für die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Der Entscheid, das Verfahren nicht einzustellen, sei nicht nachvollziehbar. Er sehe sich in seiner Vermutung bestätigt, «aus rein politischen und keinesfalls juristischen Gründen» in ein Verwaltungsstrafver­fahren verwickelt zu sein.

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