Bald tuckern sie wieder los: die Giganten der Weltmeere. Das seit 2018 grösste Kreuzfahrtschiff ist die Symphony of the Seas, gebaut in Frankreich und im Besitz von Royal Caribbean International. Ab August soll sie von Miami aus in See stechen. Ist sie voll gebucht, dann stellt sie ein schwimmendes Städtchen dar, mit 8880 Leuten an Bord: etwa die gesamte Bevölkerung von Kilchberg ZH. Seit der Jahrtausendwende lösen einander Schiffe dieser Serie mit dem Zunamen «…of the Seas» an der Spitze ab; zwischendurch war die RMS Queen Mary 2, noch im Design des späteren 20. Jahrhunderts gehalten, das grösste Passagierschiff. In der hier dargestellten Auswahl sind die Klassiker SS France und RMS Queen Elizabeth, damals der Stolz der Republik respektive des Königreichs, als Legenden erinnerlich; die QE fiel 1972 einem Brand zum Opfer und sank vor Hongkong. Etwas weiter zurück war einst die SS Vaterland führend; Kaiser Wilhelm hatte ja verkündet, des Reiches Zukunft liege auf dem Wasser (in das sie 1918 fiel). Zu Kriegsbeginn 1914 lag das Schiff – der grösste je mit Kohlefeuerung betriebene Dampfer – in New York und steckte fest. 1917 wurde es durch die USA beschlagnahmt und diente, umgetauft auf Leviathan, als Truppentransporter. Bemerkenswert ist auch die SS Great Eastern, seinerzeit der weitaus grösste Segeldampfer. Doch keines von all diesen Schiffen erreicht den Ruf der Titanic.