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Passagierzahlen am Flughafen Zürich im September weiter tief

Im September sind zwar deutlich mehr Menschen gereist als Vorjahresmonat, jedoch immer noch halb so viele wie vor der Pandemie.

(AWP) Am Flughafen Zürich (FHZN 168.30 +0.36%) herrscht nach wie vor Corona-Flaute. Im September 2021 sind zwar wieder deutlich mehr Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Es sind jedoch noch immer nur halb so viele wie vor der Pandemie.

Im vergangenen Monat flogen 1,38 Mio. Personen über Zürich, wie die Flughafenbetreiberin am Dienstagabend mitteilte. Das sind gut eineinhalbmal mehr als im September 2020 (157,9%). Im Vergleich zum September 2019, also der Zeit vor dem Coronavirus, sind es allerdings weniger als die Hälfte (47,9%). Damit hat sich die Erholung wieder etwas abgeschwächt. Im Vormonat August waren verglichen mit 2019 noch etwas mehr als halb so viele Passagiere über Zürich gereist.

Kumuliert beträgt die Anzahl der Passagiere in den ersten neun Monaten knapp 6,41 Mio., was 11,4% weniger sind als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das dürfte vor allem damit zu tun haben, dass der Flughafen bis zum Beginn der Pandemie Mitte März 2020 noch ein sehr starkes Passagieraufkommen hatte.

Die Anzahl Lokalpassagiere lag im September 2021 bei 1,03 Mio. Die Umsteigepassagiere machten mit gut 344’000 ein Viertel der Gesamtzahl aus. In den Herbstferien dürften die Passagierzahlen nun wieder etwas steigen. Der Flughafen rechnet laut der Mitteilung mit einem ähnlich hohen Verkehrsaufkommen wie während der Sommerferien. Das bedeutet, dass an Spitzentagen rund 70’000 Passagiere erwartet werden, womit das Passagieraufkommen an einzelnen Tagen etwa 65% gegenüber der Vor-Krisenzeit erreichen dürfte.

Fracht bleibt gefragt

Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 67,3% auf 16’068 Starts und Landungen. Verglichen mit September 2019 fanden den Angaben zufolge allerdings noch immer 34,1% weniger Flugbewegungen statt. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 116,3 Fluggästen 41,8% über dem Vorjahreswert, die Sitzplatzauslastung stieg um 21 Prozentpunkte auf 71,0%.

Die Frachttonnen betrugen im Berichtsmonat 34’158, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahresmonat um 47,8% entspricht. Gegenüber September 2019 wurde damit noch 6,2% weniger Fracht transportiert. In den ersten drei Semestern betrug die Fracht fast 278’000 Tonnen und damit ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Der Kommerzumsatz, den der Flughafen generiert, verdoppelte sich im Berichtsmonat gegenüber dem Vorjahr auf 33,5 Mio. Fr. Auf der Landseite stieg er um 155% , auf der Flugseite, also nach der Sicherheitskontrolle, hingegen nur um 50,3 %.

Die Passagiere gaben am Flughafen mit 25,50 Fr. pro Kopf etwas mehr Geld aus als noch im August (22,90 Fr.). Verglichen mit September 2020 waren sie jedoch fast gleich ausgabefreudig beim Shopping (25,80 Fr.).

Aktie wenig bewegt

Am Mittwoch reagieren die Flughafen-Zürich-Aktien kaum auf die jüngsten Zahlen. Um 9.45 Uhr werden die Titel im Einklang mit dem Gesamtmarkt SPI (SXGE 15'436.66 +0.5%) um 0,3% tiefer mit 168,30 Fr. gehandelt.

Um dem anhaltenden Problem von tiefen Passagierzahlen zu begegnen, arbeite der Flughafen weiterhin intensiv an den Kosten, schreibt die ZKB am Mittwoch in einem Kommentar. Im laufenden Jahr dürfte insgesamt erst ein Drittel der Passagierzahl von 2019 erreicht werden. Auf das Vor-Pandemielevel dürfte der Flughafen laut dem zuständigen Experten erst im Jahr 2025 zurückkehren.

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