Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Europa. Was nun?
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Passt Europa zusammen?

Die kulturellen Unterschiede zwischen den Ländern sind zu gering, um die Probleme der EU zu erklären. Bürger unterscheiden sich stärker innerhalb eines Staates als zwischen den Staaten.

Es steht schlecht um die Europäische Union (EU). Strukturreformen sind in weite Ferne gerückt, der Integrationsprozess stockt oder hat gar ins Gegenteil gedreht: Die Briten haben sich 2016 für den Austritt entschieden, Italiens Populisten liebäugeln mit der Rückkehr zur Lira. Fast überall sind europafeindliche Parteien auf dem Vormarsch, und das Vertrauen der Bürger in die europäischen Institutionen ist auf einen Tiefstand gefallen. Es drängt sich die Frage auf, was schief läuft. Ist nur die Wirtschaftskrise daran schuld, oder haben die Institutionen versagt? Oder wurzeln die Probleme tiefer und hängen damit zusammen, dass die EU mit ihren vierundzwanzig Amtssprachen kein optimales politisches Gebiet ist, weil die Präferenzen der Bewohner der Länder zu weit auseinander liegen? Weil Griechen, Spanier oder Italiener ganz andere Wertvorstellungen haben als Deutsche, Holländer oder Finnen?

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