Unternehmen / Schweiz

Peach Property und MCH Group hübschen sich auf

Der Umgang mit Aktiennennwert und Kapitaleinlagereserven steht an ihren Generalversammlungen im Zentrum.

Die folgenden beiden auf eine Kurzform gebrachten Sätze stammen aus aktuellen Einladungen zur Generalversammlung. «Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine ordentliche Kapitalerhöhung aus Kapitaleinlagereserven durch Erhöhung des Nennwerts» und «der Verwaltungsrat schlägt den Aktionären vor, das Kapital durch Nennwertreduktion herabzusetzen und den Betrag in die Kapitaleinlagereserven umzubuchen». Zwei gegensätzliche Kapitalmassnahmen mit entsprechend unterschiedlichem Zweck, so lässt sich vermuten.

Doch weit gefehlt: Sowohl das Immobilienunternehmen Peach Property (Beispiel eins) wie die Messebetreiberin MCH Group (Beispiel zwei) verfolgen damit die Absicht, ihren Aktionären künftig eine attraktive, weil steuerfreie Ausschüttung zu bieten. Und noch eine weitere Gemeinsamkeit haben die beantragten Kapitalmassnahmen. Sie bleiben jeweils ohne Einfluss auf die gesamte Eigenkapitalbasis, also Aktienkapital und Einlagereserven zusammen, auf die Anzahl ausgegebener Aktien. Wie funktioniert das?

Konkurrenzvorteil

Eine Vorbemerkung: Nennwertrückzahlungen oder die Ausschüttung aus Kapitaleinlagereserven sind für Aktiengesellschaften Alternativen zur herkömmlichen Dividendenzahlung, die der Empfänger in der Schweiz versteuern muss. Zahlungen aus Kapitaleinlagereserven werden steuerfrei an Privatanleger ausgeschüttet, wenn in gleichem Umfang eine Dividende gezahlt wird. Nennwertrückzahlungen sind gänzlich steuerbefreit.

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