Märkte / Emerging Markets

Pekings schwierige Suche nach Autarkie

Verseuchte Böden und Lebensmittelverschwendung machen es China vorerst unmöglich, sich vom Ausland abzukoppeln.

China will vom Ausland weniger abhängig werden. Das trifft vor allem auf die Spitzentechnologien zu, deren Transfer aus den Industriestaaten angesichts der sich rapide verschlechternden sino-amerikanischen Beziehungen zunehmend schwierig geworden ist. Allerdings kann sich das mit 1,3 Mrd. Einwohner bevöl­kerungsreichste Land der Welt nicht einfach in die eigenen Grenzen zurück­ziehen – selbst dann nicht, wenn der von der Kommunistischen Partei vorgegebene Kurs zu mehr Technologieautarkie von ­Erfolg gekrönt sein sollte.

Das nicht nur deshalb, weil China stark vom Aussenhandel abhängig bleibt. Das betrifft nicht nur die Exporte, die massgeblich zur rasanten Konjunkturerholung nach dem Covid-19-bedingen Wachstumseinbruch von Anfang Jahr beigetragen haben. Die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft ist vor allem auch ein klarer Nettoimporteur von Rohstoffen, dies vor allem bei Agrargütern wie etwa Soja. Es ist wohl kein Zufall, dass Präsident Xi Jinping seine Landsleute jüngst dazu aufgerufen hat, verantwortungsbewusster mit dem Konsum von ­Lebensmitteln umzugehen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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