Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Vorsorge
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Pensions-Kassen-Sturz vom April

Die Pensionskassen investieren die Spargelder der einzahlenden Erwerbstätigen mit Blick auf das Einfahren eines dauerhaften Anlageerfolgs. Dabei den Nachhaltigkeitsaspekt zu berücksichtigen, obliegt dem Stiftungsrat der Kasse oder der Vorsorgekommission des arbeitgebenden Unternehmens. Einige grosse und mehrheitlich staatsnahe Pensionskassen beherzigen diese Absicht mit dem Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen SVVK.

Das Vermögen der schweizerischen Pensionskassen ist aggregiert betrachtet zu je rund 30% in Anleihen und in Aktien sowie zu beinahe 25% in vermieteten Immobilien investiert. Diese Vermögensmischung hat gemäss der Erhebung von Credit Suisse (CSGN 12.285 0.04%) 2017 ein Anlageergebnis von im Schnitt 8% gebracht, 2018 hingegen ein Anlagemanko von 3,2%. Die ersten drei Monate des laufenden Jahres lieferten gemessen an den Pictet-BVG-Indizes eine rund 5%ige Performance.

An dieses Investmentvorgehen anlehnen können sich private Anleger, wenn es um ihr Erspartes der steuerlich geförderten dritten Vorsorgesäule geht. Die Grossbank UBS (UBSG 11.93 0.08%) empfiehlt den 3a-Sparern in einem Leitfaden, die Einzahlungen bis Alter fünfzig in sehr aktienbetonte Fonds oder ETF zu leiten und dieses Investment bis zur Pensionierung beizubehalten. Dazu sei in der Regel die Risikofähigkeit dank der langen Investmentdauer gegeben.

Die 3a-Einlagen der nachfolgenden Jahre hingegen sollten – weil nun die Anlagedauer kürzer wird – in einer separaten 3a-Beziehung ganz oder doch mehrheitlich auf Kontobasis gehalten werden. Erlaubt und empfohlen ist ohnehin, mehrere 3a-Konto- oder -Depotbeziehungen parallel zu unterhalten. So verteilt sich das Risiko, und zugleich wird die Basis gelegt, den späteren Bezug der Gelder zur Optimierung der Steuerbelastung auf verschiedene Jahre zu verteilen.

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