Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Vorsorge

Pensions-Kassen-Sturz vom Februar 2016

Die Vermögen der Pensionskassen haben wegen der Börsenkorrektur dieses Jahr wohl temporär 2 bis 3% eingebüsst. Der Schwund der Aktienkurse wurde teilweise dadurch aufgewogen, dass sich Anleihen bester Bonität aufgewertet haben. Stabilisierend wirkten die Immobilienanlagen.

Bereits im vergangenen Jahr reichte die Performance von im Schnitt rund 1% nicht, die Pflichtzinsen für das Restkapital der Rentner (2,5 bis 3%) und für die Guthaben der sparenden Arbeitstätigen (1,75% für 2015) zu zahlen. Das Manko konnte aus den Schwankungsreserven gedeckt werden. Insgesamt aber verschlechterte sich die finanzielle Lage der beruflichen Vorsorge.

Die Gesundheit des Pensionssystems muss ein oberstes Anliegen bleiben. Das Reformvorhaben der Landesregierung darf nicht wegen partikulärer Interessen aufs Spiel gesetzt werden. Aus dem untenstehenden Interview mit Uniprofessor Walter Ackermann wird indes klar, dass viel mehr nötig ist, um das Vorsorgesystem längerfristig in Balance zu halten.

Dieses Jahr werden weitere Pensionskassen den Rentenumwandlungssatz deutlich senken. Die zunehmende Lebenserwartung bzw. die sich ausdehnende Rentenbezugsdauer erfordern ein Zuschneiden kleinerer Monatsrenten. Da ist es angezeigt, individuell mehr zu sparen. Freiwillig zusätzlich in die Pensionskasse einzuzahlen, erschliesst besonders in steuerlicher Hinsicht grosse Vorteile. Die Zinserwartungen sollten jedoch nicht zu hoch gehen. Ein typisches Kassenportefeuille mit 25% Aktienanteil werde im Schnitt der nächsten Jahre gerade noch 1,9% Ertrag abwerfen, schätzt das Beratungsunternehmen A&L Asalis.