Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Vorsorge
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Pensions-Kassen-Sturz vom Februar

Der Januar hat den Vorsorgeeinrichtungen so viel Investmenterfolg beschert, wie der Dezember ihnen weggenommen hatte. Die Aktienbörsen sind in Haussestimmung. Und auch die Kurse der Anleihen haben angezogen. Sie sind wegen des erneut erodierenden Zinsniveaus wertvoller.

Ein typisches Pensionskassenportfolio hat gemessen am Pictet-BVG-Index dieses Jahr rund 3% gewonnen. Damit haben die Vorsorgeträger das negative Anlageergebnis des zurückliegenden Jahrs wieder ausgeglichen.

Zu 30% in Aktien investiert

Die Pensionskassen hatten zum Jahreswechsel gemäss Credit Suisse (CSGN 8.84 -0.63%) im Schnitt 30% des Vermögens in Aktien angelegt. Darauf ist bis Mitte Februar ein beträchtlicher Wertzuwachs entstanden. In Anleihen stecken 32% der Vorsorgegelder, in Immobilien weitere 24%. Alternativanlagen, Hypothekardarlehen und liquide Mittel sind die weiteren Investments.

Diese strategisch gewählte Vermögensaufteilung halten die Pensionskassen in der Regel dauerhaft – durch eine Baisse am Finanzmarkt hindurch, aber auch während der Hausse. Das Ausmass der Bedeckung der Rentenpflichten durch Vermögenswerte schwankt deshalb mit.

Finanzlage bleibt kräftig

Bei den Unternehmenspensionskassen war der Deckungsgrad, der das Verhältnis von Vermögen zu Verpflichtungen misst, 2018 von durchschnittlich 114% auf 107% gefallen, wie das Beratungsunternehmen Prevanto hochgerechnet hat.

Bis Mitte Februar hat sich das Deckungsverhältnis dank der günstigen Finanzmärkte gemäss Schätzung von «Finanz und Wirtschaft» auf 110% erholt. Mit dieser kräftigen Finanzlage sind die Kassen gut gerüstet, um die unvermeidlichen Rentenanpassungen abzufedern.

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