Zum Thema: Wie fit die Pensionskassen sind

Pensions-Kassen-Sturz vom Juli

Die Renditen der Schweizer Pensionskassen haben im laufenden Jahr von der Aktien-Hausse profitiert.

Die Investments der Pensionskassen zeigen im laufenden Jahr 7% Performance. Aktien befinden sich in der Hausse. Auch die Obligationenpreise sind gestiegen, weil festverzinsliche Anlagen wegen schwindender Marktzinsen wertvoller wurden.

Gemäss dem Pensionskassenindex von Credit Suisse (CSGN 8.87 -0.16%) halten die Vorsorgeträger im Schnitt je 30% des Vermögens in Dividenden- und in Zinspapieren. Direkte und Fondsinvestments in Immobilien machen weitere 24 Vermögensprozente aus.

Obligationen miserabel

Nun gilt im Anlagegeschäft, dass vergangene Performance wenig über die künftige aussagt. Für Pensionskassen ist die mutmassliche künftige Anlagerendite bedeutsam, um den Barwert der Rentenpflichten ökonomisch akkurat in der Bilanz darzustellen. Durch den Abgleich der Rentenpflicht mit dem Marktwert des Vermögens berechnet sich der Deckungsgrad und damit auch die finanzielle Solidität.

Der bedeutendste Anlagebaustein der Pensionskassen – die Anleihen – bringt auf dem aktuellen Marktwert bis Verfall keine nennenswerte Rendite. Aktien hingegen dürften im Jahresschnitt 4,5% oder mehr eintragen. Allein aus Dividenden entsteht jährlich rund 3% laufender Ertrag.

Aktien und Häuser attraktiv

Auf den Vermietliegenschaften entsteht aus dem Mietzinsinkasso ebenfalls laufender Ertrag. Netto nach Renovationsrückstellungen und Kosten der Liegenschaftsverwaltung bleiben im Schnitt nach Branchenangaben rund 3% Rendite.

Diese Annahmen sind in der Grafik eingetragen. Daraus ist zudem die Gewichtung der Anlagebausteine zu erkennen. Insgesamt leitet sich für das Gesamtvermögen 2% Renditeerwartung ab.