Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Vorsorge
Zum Thema: AHV-Schatz noch 34 Mrd. Fr. wert

Pensions-Kassen-Sturz vom März

Das Vermögen der Pensionskassen hat im ersten Quartal gemäss den Pictet-BVG-Indizes rund 5% an Wert zugelegt. Damit ist die Sollrendite der Vorsorgeeinrichtungen bereits übertroffen. Die Kassen benötigen jährlich 2 bis 3% Anlageerfolg, um die Pflichtzinsen zu zahlen und in stabiler Lage zu bleiben.

Haupttreiber des günstigen Zwischenergebnisses sind die Hausse der Aktienmärkte und der Rückgang der Renditen am Kapitalmarkt, der den Obligationen weitere Buchgewinne bescherte. Das diesjährige Plus kompensiert aber nur eben, was 2018 wegen der Börsenkorrektur im Schlussquartal an Wert verloren ging.

Der Wiederaufschwung der Anlageperformance hat zur Folge, dass der Deckungsgrad der Unternehmenspensionskassen im Querschnitt auf komfortable 110% gestiegen ist. Die Kennziffer misst das Verhältnis von Vermögen zu Verpflichtungen. Ändert sich das nicht bis Ende Jahr, werden viele Vorsorgeträger die finanzielle Kraft haben, dem Pensionsguthaben der Erwerbstätigen mehr als den BVG-Mindestzins von 1% gutzuschreiben.

Eine kräftige Verzinsung bringt das Zwangsgesparte der beruflichen Vorsorge rascher auf einen Stand, der trotz schwindendem Rentenumwandlungssatz eine stattliche Alterszahlung verheisst. Zudem kann die Höhe des Pensionszinses Erwerbstätige motivieren, freiwillig zusätzliche Summen auf das individuelle Pensionsguthaben einzahlen. Solche Pensionskasseneinkäufe sind steuerlich vorteilhaft, wie der nebenstehende Text zur Finanzplanung darlegt.

Steuerliche Faktoren prägen auch den Entscheid, anstelle der Pensionsrente das Vorsorgeguthaben bei Pensionierung ganz oder teilweise zurückzuziehen. Solche Kapitalbezüge standen 2016 auf knapp 8 Mrd. Fr., was einer Jahresrentensumme von 0,4 Mrd. Fr. entspricht. Die Rentenzahlungen der Pensionskassen betragen aggregiert jährlich 29 Mrd. Fr.

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