Unternehmen / Finanz

Pensionskassen in besserer Lage

Die Kassen der beruflichen Vorsorge buchen Börsengewinne. Ausserdem dürfen sie Rückstellungen auflösen. Erwerbstätige bekommen auf ihrem Sparguthaben üppige Zinsen.

Den Pensionskassen geht es gut. Die treuhänderisch für Erwerbstätige und Pensionierte investierten Gelder gewannen 2020 zwischen 3 und 4% an Wert. Das ist mehr, als die Vorsorgeträger für die Leistung der garantierten Zinsen aufwenden müssen. Ihre finanzielle Lage ist deshalb kräftiger geworden. Das zeigt sich am Deckungsgrad, der das Verhältnis des Marktwerts des Vermögens zu den bilanzierten Verpflichtungen ausdrückt.

Die Unternehmenspensionskassen wiesen gemäss Projektion des Beraters Prevanto Ende 2020 ein Deckungsverhältnis von beinahe 116% aus, verglichen mit 114% Ende 2019. Deutlich zu erkennen ist der Fall auf nur wenig über 100% im März wegen der damaligen Aktienmarktkorrektur. Dividendenwerte bilden zusammen mit Anleihen und Immobilien die Kerninvestments der Vorsorgeeinrichtungen. Die wesentlich niedriger verlaufende Deckungsgradkurve der Pensionskassen der öffentlichen Hand ist der Tatsache geschuldet, dass viele Kantone und Gemeinden zur Schonung ihrer Budgets lange Jahre einen Teil der Sparbeiträge der Pensionskasse schuldig blieben. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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