Unternehmen / Energie

Pensionskassen setzen auf Strom

Institutionelle Investoren entdecken Energieversorger als Anlagemöglichkeit. Alpiq ist das jüngste Beispiel. Kleinaktionäre haben das Nachsehen.

Der Einstieg der Credit-Suisse-Anlagestiftung CSA bei Alpiq steht für einen Trend: Institutionelle Anleger stossen in die Schweizer Strombranche vor. Den 25%-Anteil an Alpiq liess sich das Energievehikel der CSA 489 Mio. Fr. kosten. Am Horizont zeichnet sich bereits eine weitere Möglichkeit für Institutionelle im Energiesektor ab: Einigen sich die jetzigen Eignerkantone und Kantonswerke auf die neue Eignerstrategie, könnten private Investoren ab 2026 bis zu 49% der Aktien von Axpo aufkaufen.

An Alpiq wollen die drei neuen Kernaktionäre Schweizer Kraftwerksbeteiligungs-AG (zu 100% in Besitz der CSA), EOS und KSM je ein Drittel halten und die Valoren dekotieren. Für die jetzigen Publikumsaktionäre bleibt damit kein Platz mehr. Das ist bitter, denn der gebotene Preis von 70 Fr. pro Titel ist weit entfernt von den besten Zeiten in den Anfangstagen von Alpiq, als die Strompreise noch deutlich höher waren und der Aktienkurs bei 550 Fr. notierte. CSA, EOS und KSM besitzen bereits heute 87,91% von Alpiq. Halten sie 90%, könnten die Kleinaktionäre auf juristischem Weg herausgedrängt werden. Das sei eine Option für CSA, sagt Dominik Bollier, Co-Manager der Credit Suisse Energy Infrastructure Partners (CSEIP), die die Anlagestiftung CSA berät.

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