Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Vorsorge
Unternehmen / Finanz

Pensionskassen sind zu reich

Die Verpflichtungen in den Bilanzen sind hochgerechnet per September im Schnitt 1,2-fach durch Vermögen gedeckt. Wer nun einen Erfolgsanteil bekommen sollte.

Die Pensionskassen sind durch die Börsenhausse reich geworden. Die in den Vorjahren rückläufigen Marktzinsen hievten den Marktwert von gut verzinsten Obligationen und von Immobilien in die Höhe. Gleichzeitig sind die Kurse der meisten Aktien massiv gestiegen. Nun wollen viele etwas abbekommen von der tollen Finanzlage der Pensionskassen.

Die Zahl selbständiger Vorsorgeeinrichtungen ist seit 2009 ein Drittel geschwunden auf weniger als 1500. Manches mittelgrosse Unternehmen hat die eigene Kasse aufgelöst und sich einer KMU-Sammelstiftung angeschlossen. Doch die Vorsorgevermögen der verbliebenen Anbieter sind kumuliert auf mehr als 1000 Mrd. Fr. angeschwollen – durch Einzahlungen und Investmentgewinne. Damit werden per September die Verpflichtungen im Branchenschnitt zu 122% gedeckt, wie das Beratungsunternehmen Prevanto hochgerechnet hat.

Jetzt happig Zins zuteilen

Dieser Deckungsgrad der Verpflichtungen ist wegen der Umkehr bei Aktien- und Obligationenkursen seit dem Jahreshöchst leicht zurückgefallen. Richtig knapp wurde es letztmals 2008, als wegen der Finanzmarktkrise die Pensionskassen kurzzeitig massiv an Wert einbüssten. «Nun ist das Reservepolster der meisten Kassen dick», sagt Prevanto-Geschäftsleiter Stephan Wyss. 

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