Unternehmen / Finanz

Pensionskassen sitzen die Marktbaisse aus

Das Finanzpolster fängt Anlageverluste auf. Erst zögerlich wird auf niedrigerem Kursniveau zugekauft.

Die Geldanlagen der Pensionskassen haben von Januar bis April rund 5% an Wert eingebüsst, wie eine Studie des Beratungsunternehmens Complementa errechnet hat. Der Deckungsgrad sei von 115% zu Jahresbeginn bis April auf 109% geschrumpft. Dies ist der Durchschnittswert für das Verhältnis von Vorsorgevermögen zu bilanzierten Verpflichtungen. Die Werte der einzelnen Institutionen können davon wesentlich abweichen.

Verursacher der Minusperformance ist nicht nur die Baisse der Aktienmärkte. Auch der Bestand von Obligationen hat wegen der gestiegenen Marktzinsen an Kurswert verloren. Zu befürchten ist, dass im Mai etwa 1 Prozentpunkt Minusperformance hinzugekommen ist.

Liquid gehaltene Gelder jetzt investiert

Die Profond-Pensionskasse, der eine Vielzahl von KMU mit gesamthaft knapp 60’000 Erwerbstätigen angeschlossen ist und die 11 Mrd. Fr. verwaltet, habe «stufenweise ein Rebalancing vorgenommen, wozu die schon seit längerer Zeit erhöhten liquiden Mittel verwendet» worden seien, sagt auf Anfrage Investmentchef Andreas Häberli. Gemeint damit ist, die strategisch für das Vorsorgevermögen definierten Prozentanteile der Anlageklassen nach Marktbewegungen durch Umschichtungen wiederherzustellen.

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