Unternehmen / Industrie

Peter Spuhlers heikle Verbindung

Die Vorfälle in Belarus werfen ein Schlaglicht auf Stadler, die ein Werk bei Minsk betreibt. NGO fordern eine Distanzierung von Lukaschenko.

Peter Spuhler und seine Stadler Rail mögen im Moment nicht über Belarus sprechen. Auch nicht über Ale­xander Lukaschenko, der dieser Tage beweist, was ihm seit Jahren attestiert wird: der «letzte Diktator Europas» zu sein. Eine Präsidentschaftswahl mit einem angeblichen 80%-Sieg für den Langzeitherrscher, die brutale Unterdrückung von Protesten sowie Berichte über Folter in den ­Gefängnissen haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Sie dürften auch Peter Spuhler aufgeschreckt haben.

Der Bahnunternehmer und der unter Beschuss geratene Präsident kennen sich seit langem. Stadler Rails Engagement in der Region Minsk brachte es mit sich, dass sich Spuhler und Lukaschenko immer wieder trafen. Spuhler bemühte sich dabei sichtlich um professionelle Distanz. Ganz anders verhielt es sich andersrum: Für Lukaschenko waren die Investitionen eines westlichen Unternehmers in seinem Land ein Propagandaerfolg, der sich ausschlachten liess.

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