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Pfizers Covid-Pille erhält US-Zulassung

Das Medikament soll als erstes seiner Art hochwirksam vor schweren Krankheitsverläufen und Spitalaufenthalten schützen.

(Reuters) Die US-Arzneimittelaufsicht FDA erteilt eine Notfallzulassung für die Anti-Virus-Pille Paxlovid des Pharmakonzerns Pfizer (PFE 53.91 -0.15%). Früheren Angaben des Konzerns zufolge zeigt die Tablette eine Wirksamkeit von fast 90% bei der Vorbeugung von Spitalaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten. Es ist die erste derartige Tablette, die in den USA zugelassen wird.

Jüngste Labortests deuteten zudem darauf hin, dass das Medikament seine Wirksamkeit auch gegen die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus beibehält. Die Pille wird in Kombination mit einem älteren antiviralen Mittel namens Ritonavir verabreicht. Die Kombinationsbehandlung wird kurz nach Einsetzen der Symptome alle zwölf Stunden für fünf Tage eingenommen.

Pfizer erwartet nun auch die Zulassung des Mittels durch Behörden in der EU und dem Vereinigten Königreich. Die US-Regierung hat sich bereits 10 Mio. Behandlungseinheiten für mehr als 5 Mrd. $, gesichert. In den USA waren bisher keine oralen antiviralen Behandlungen für Covid-19 zugelassen.

Der Pharmakonzern Merck (MRK 93.08 +0.83%) (MRK 178.20 +1.60%) hat zwar auch eine Notfallzulassung für seine antivirale Pille Molnupiravir beantragt. Dieses Medikament hat jedoch in einer klinischen Studie mit Hochrisikopatienten die Zahl der Krankenhausaufenthalte und Todesfälle nur um etwa 30% senken können.

Pfizer produziert bereits mit dem deutschen Partner BioNTech (BNTX 166.96 +5.57%) einen hochwirksamen Covid-Impfstoff. Wie das des US-Konkurrenten Moderna (MRNA 147.66 +8.73%) basiert das Vakzin auf einer neuartigen mRNA-Technologie.