Unternehmen / Gesundheit

Pharmaindustrie spürt Zorn der Politiker

Die Debatte um hohe Medikamentenpreise drückt die Kurse. Die Nervosität in den zuletzt stark gesuchten Pharma- und Biotech-Valoren nimmt zu.

Ein neues Schreckgespenst geht um im Pharma- und Biotech-Sektor. Nachdem die hohen Medikamentenpreise in Amerika zum Wahlthema der demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Bernie Sanders geworden sind, fürchten Anleger, die Zeiten der fast schon sicheren jährlichen Preiserhöhungen für Arzneimittel könnten in den USA bald vorbei sein.

Analysten sind sich einig: Die politische Preisdebatte dürfte die Märkte in den nächsten Monaten noch beschäftigen. Danach dürfte sie jedoch wieder in den Hintergrund rücken. Selbst wenn ein demokratischer Politiker als Präsident gewählt werden würde, müsste er sich bei Preisreformen auf den Kongress stützen. Es ist nicht auszuschliessen, dass dort auch nach den Wahlen die pharmafreundlichen Republikaner beim Thema weiterhin faktisch das Sagen haben. Zudem sind die Diskussionen um zu hohe Preise nicht neu. Die in den letzten Jahren durch eine Konsolidierungswelle deutlich stärker gewordenen Medikamenteneinkaufsorganisationen (Pharmacy Benefit Manager) versuchen seit Längerem, wo immer möglich, Rabatte zu erhalten.

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