Unternehmen / Gesundheit

Pharmazulieferer rasen mit Vollgas in den Abschwung

Lonza und Co. bauen massiv aus, doch das Umfeld könnte sich auch für Pharma eintrüben.

Mit Dottikon ES, deren Geschäftsjahre mit dem März enden, hat auch der letzte der fünf kotierten Schweizer Pharmazulieferer die Geschäftszahlen vorgelegt. Wie Lonza, Siegfried, Bachem und PolyPeptide konnten sie nicht vollends überzeugen. Der Gewinn hat unterproportional zum Umsatz zugelegt. Neben Sonderaufwendungen macht Dottikon höhere Rohstoffpreise verantwortlich.

Es stellt sich die Frage, ob steigende Einkaufspreise die Margen auch bei den anderen Branchenvertretern drücken. Diese legen schon bald ihre Halbjahreszahlen vor. Der zuständige Analyst von Mirabaud Securities, Daniel Jelovcan, glaubt, die Unternehmen würden die höheren Preise an die Kunden weiterreichen können: «Pharmaauftragsfertiger haben zwar meist langfristige Verträge, die aber Klauseln zu Preisanpassungen bei Inflation enthalten.» Die Auftragsfertiger hätten ohnehin eine gute Preissetzungsmacht.

Wenig Anzeichen für Margendruck

Jelovcan verweist ausserdem auf jüngste Aussagen der Führungen von Lonza und Siegfried, die den ursprünglichen Ausblick für die Margen bestätigen. Höchstens Lonzas Kapselsparte könnte laut dem Analysten kurzfristig Margendruck verspüren. «In dem Bereich dürfen höhere Preise erst mit zeitlicher Verzögerung auf die Abnehmer überwälzt werden», erklärt er.

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