Unternehmen / Immobilien

Philipp Buhofer: Zum Präsidenten geboren

Der Grossaktionär bleibt in brenzligen ­Situationen entspannt. Bei Schaffner müsste er jetzt aber Druck machen.

Entspannt sitzt er am Tisch in der hintersten Ecke des Clubs zum Rennweg. Philipp Buhofer, Präsident des Logistikers Kardex und des Immobilienunternehmens Cham Group sowie Vizepräsident von Schaffner, ist vor wenigen Tagen von einer Reise nach Asien zurückgekehrt. Er habe in Thailand und Schanghai Fabriken des Elektrokomponentenherstellers Schaffner besucht, sagt der Sechzigjährige. Zum Unternehmertum hat ihn sein Vater inspiriert. Heinz Buhofer übernahm in den Siebzigerjahren die damals kriselnde Metall Zug. Mit dem in den folgenden Jahrzehnten gewachsenen Vermögen beteiligten sich die Buhofers an der Detailhändlerin Epa. Sprössling Philipp hatte nach der obligatorischen Schulzeit aber anderes im Kopf als die Geschäfte der Eltern. «Ich ging mit neunzehn in die USA und wurde Fluglehrer. Nach drei Jahren fand mein Onkel, der damals bei Epa war, ich sollte nun etwas Gescheites machen», erinnert sich der verheiratete vierfache Familienvater und HWV-Absolvent. Der Umsatzrückgang setzte Epa ab den Neunzigerjahren stark zu und veranlasste die Buhofers zum Verkauf an Coop. Die Marke Epa ging entgegen früheren Beteuerungen des damaligen Präsidenten Philipp Buhofer unter. Die Familie soll die Muttergesellschaft von Epa für über 1 Mrd. Fr. verkauft haben – Geld, das die Familienholding Buru alimentiert.

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