Unternehmen / Finanz

Pictet stellt sich breiter auf

Die Genfer Privatbank beruft zusätzliche Partner.

Für Pictet sind sieben geschäftsführende Teilhaber nicht mehr genug. Das schnelle Wachstum der vergangenen Jahre und der Anspruch, die wichtigsten Kunden regelmässig in Kontakt mit den Partnern zu bringen, lassen das bisherige Gremium zu klein erscheinen. Per September erweitert die Bank, die rund 600 Mrd. Fr. Kundenvermögen in ihrer Obhut hat, das Gremium auf neun Teilhaber. Diese müssen die wichtigen Entscheidungen für das Unternehmen künftig einstimmig treffen.

Bei den Neuzugängen handelt es sich um Elif Aktuğ und François Pictet. Letzterer gehört der Gründerfamilie an und arbeitet seit 2015 bei der Bank, wo er im Wealth-Management-Bereich die Portfolios schwerreicher Kunden verwaltet. Davor arbeitete der 42-Jährige unter anderem bei einem Private-Equity-Unternehmen und bei Credit Suisse als Investmentbanker. Bei Pictet wird er künftig zusammen mit Bertrand Demole Pictet Asset Services leiten und zugleich – zusammen mit Boris Collardi – den Bereich Tech and Ops.

Klare Prioritäten

Aktuğ ist schon seit zehn Jahren bei der Bank und gehörte bisher zu den sogenannten Equity-Partnern – eine Stufe, die François Pictet übrspringt. Das heisst, dass sie schon an Pictet beteiligt war, allerdings nicht als geschäftsführende Partnerin, die traditionell mit ihrem Gesamtvermögen für die Bank einsteht. Die 46-Jährige ist in London, Ankara und Paris aufgewachsen und war vor ihrem Wechsel zur Schweizer Privatbank bei Goldman Sachs im Rang eines Managing Director. Bei Pictet leitet die ehemalige M&A-Beraterin, die bei der US-Investmentbank auch im Eigenhandel tätig war, derzeit einen 2,5 Mrd. € grossen Hedge Fund für europäische Aktien. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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