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Plötzlich wertet sich der Franken wieder auf

Die Änderung der zinspolitischen Grosswetterlage und schwache Konjunkturdaten in Europa wirken sich überraschend deutlich auf die Schweizer Währung aus.

Der Franken steht wieder unter Aufwertungsdruck. Am Dienstag kostete ein Euro nur 1.1225 Fr. Bereits am Freitagnachmittag war der Wechselkurs bis auf 1.1212 Fr./€ abgesackt. Auch der Dollar befindet sich auf dem Rückzug. Nachdem er vor zwei Wochen die Schwelle von 1.01 Fr./$ überwunden hatte, ist er inzwischen wieder für 99 Rp. zu haben.

Die Umkehr in der geldpolitischen Grosswetterlage und wiedererstarkte Konjunkturängste sind die Ursachen. Der Franken profitiert davon, dass der Euro erneut an Anlegergunst verliert und gleichzeitig der Dollar darunter leidet, dass sich die – wenn auch bescheidenen – Zinsfantasien zerschlagen haben. So ereignete sich der vorerst letzte Aufwertungsschub für den Franken am Freitag, als die Zinskurve in den USA invers wurde, langfristige Anleihen also plötzlich tiefer rentierten als kurzfristige Geldmarktsätze.

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